niclbarbro@posteo.de 


























 




Meine Stirn runzelt versehentlich. Blitzt das blaue Tape an meiner Wade. Ich muss oder will überlegen. Der Mann, der telefoniert schaut sich links über die Schulter, mit mir sitzend auf einer Parkbank…dabei bin ich doch unsichtbar.. mir in die Augen. Emotionen zucken! Die Decke fällt am Zipfel tief, meine rechte Popacke sitzt auf einem anderen. Zu smooth. Ekiliah Serbol wendet sich cocktailtrinkend jemandem zu. Ich fixiere das Bild.



Bemerke ich direkt einen Kloß im Hals, der drückt. In die Beobachtung gehen. Ist es nicht zuviel, Paul? Er ist füß. Die Sonne liegt mit krampfenden Fäusten in ihrem Blut, zugedeckt. Ich kenne dieses Heulen, gähne mir selbst dabei ins Gesicht. Der Typ aus dem Poolbecken letzte Nacht erscheint. Auf aufblasbaren Sesseln im Kreis-lauf, ich gehe über die Mitte. Lächelt er mich an. Will ich doch weiter beschreiben. Die Glasscherbe, die er mir reicht zerbreche ich zwischen den Fingern und lege sie in das kaputte Weinglas am Beckenrand.



Claudia lacht am Frühstückstisch und quält sich so den ganzen Tag. Latte Macchiato ist dreckige Milch. Ufos verschwinden auch nicht wieder. Sollte ich lieber in mich hineintelefonieren? Fliegendes Kinn, Doppelkinn, Köttelpin. Mein Kopf ist eine einzig vertrocknete Wiese. Die Kante am Bett knallt: Rosenbusch- Öle und Whiskey an der Theke. Haselnuss im Eis, irgendetwas überdauert immer - 



wenn deine Zähne aufeinander stoßen. Oder sie liegen einfach lose auf deiner Lippe. Vollkommen egal. Plastik schmilzt auf dem Dachboden, wie der Pilz im Ohr nach dem Schlafen. Wir können nicht einatmen, nur ausatmen.



Alles ist eine Theateraufführung, das Müsli am morgen, wie er spricht, wie er raucht, wie er seine Haare schneiden lässt. Jetzt, da, sollte ich lieber Tschüss machen. Schmiert und gleitet das Haar wieder reformiert Missionäre/ Millionäre. Vielleicht schreibt er zu klein, vielleicht ist es aber doch auch ganz egal. „Muss ich solch einen risikoreichen Falldurchschnitt eingehen?“ fragt Paul als er neben mir im Auto sitzt nachdem ich das Hotelzimmer aus dem 4. Stock über den moosigen Balkon verlassen habe, und in die Tiefe gesprungen bin. 



Federleicht. 


Schimmert ihre Haut im kleinen Spot, der aus dem unerklärlichen Nichts kommt. Der Mann, der er ist aber vorher nicht war, folgt mir. Dabei gehe ich nackt die einsamen Trassen im regenreichen Himmel hinunter. Zur gleichen Zeit, an der gleichen Stelle stößt dieser mit einem Stock ins wasserbenetzte Ufer. 



„Lass dich reinfallen, es ist nicht tief“….


gelbes Radio

Textauszug, 2018


https://soundcloud.com/hallo-radio/bitte-warten-nicl-barbro  



























 










 special thanks to

Performer Daniel Luka







and last but not least to

 Jonas Müller Ahlheim, Sven Kirschenbauer, Sophie Allerding and Tammo Lünemann